Der Sticker, der einfach mit in den Kundentermin kam

Ein ganz normaler Morgen mit eingebauter Überraschung
Einfach mal mehr über sich lachen. Genau so ein Tag war heute. Einer aus der Kategorie Work-Dad-Balance, bei dem nicht alles geschniegelt, geschniegelt und geschniegelt lief – sondern eher echt, chaotisch und im Rückblick ziemlich lustig.
Morgens habe ich schnell die Kinder fertig gemacht und es dann wirklich auf den letzten Drücker zu einem Kundentermin geschafft. Also so ein Start in den Tag, bei dem du eigentlich schon vor dem ersten Kaffee das Gefühl hast, einen halben Marathon hinter dir zu haben.
Aktuell ist es bei unserem größeren Kind so, dass ich morgens ein paar kleine Tricks brauche, damit wir halbwegs pünktlich im Kindergarten ankommen. Eltern wissen Bescheid. Alle anderen dürfen es sich ungefähr vorstellen wie Projektmanagement – nur emotionaler und mit deutlich mehr Jacken, die plötzlich doch nicht angezogen werden wollen.
Der Sticker-Moment mit Ansage
Diesmal lagen ein paar Sticker herum, und mein Kind klebte mir ganz selbstverständlich einen davon auf die Brust. In dem Moment dachte ich noch: Nachher muss ich den Sticker aber unbedingt wieder abmachen, bevor ich in den Kundentermin gehe.
Ein sehr guter Plan. Theoretisch.
Praktisch lief es dann so: Kind in den Kindergarten gebracht, schnell ins Büro gelaufen, Laptop auf, Termin gestartet, freundlich genickt, konzentriert gesprochen – und einfach komplett vergessen, dass ich immer noch dekoriert war.
Eine Stunde später kam die Erkenntnis
Und jetzt, über eine Stunde nach dem virtuellen Termin, bemerke ich: Der Sticker klebt immer noch an meiner Brust. Einfach die ganze Zeit. Als stiller Teilnehmer im Meeting. Hahaha.
Der Kunde hat nichts gesagt. Gar nichts.
Vielleicht dachte er, das sei tatsächlich ein Label. Vielleicht war es ihm egal. Vielleicht war er einfach maximal professionell. Oder vielleicht hat er sich innerlich auch köstlich amüsiert und es nur besser überspielt als ich.
So oder so: Ich musste herzlich über mich selbst lachen. Und ehrlich gesagt finde ich genau solche Momente ziemlich gut. Nicht unbedingt in dem Moment selbst, aber spätestens dann, wenn man merkt: Okay, ich bin auch nur ein Mensch. Ein Designer und Dad eben. Mit Terminen, To-dos und manchmal auch mit Sticker auf der Brust.
Work-Dad-Balance ist selten geschniegelt, aber oft ziemlich echt
Ich glaube, genau das macht diese Mischung aus Arbeit und Familienalltag auch aus. Sie ist nicht immer perfekt. Nicht immer smooth. Nicht immer LinkedIn-ready im klassischen Hochglanzsinn.
Aber sie ist echt. Und manchmal eben auch ziemlich komisch.
Zwischen Kund:innenprojekten, Brand Design, Webdesign und Familienleben gibt es Tage, da läuft alles rund. Und dann gibt es Tage, an denen du erst nach dem Meeting merkst, dass du offensichtlich noch aus dem Kindergarten gebrandet bist.
Ich finde, genau darüber darf man ruhig mehr sprechen. Nicht, weil Chaos ein Ziel wäre. Sondern weil diese kleinen, schrägen Momente das Ganze menschlich machen. Und weil man sich selbst manchmal einen Gefallen tut, wenn man nicht nur alles optimieren will, sondern auch einfach mal drüber lacht.
Mein Fazit: Bitte mehr herzliches Über-sich-selbst-Lachen
Heute war also einer dieser Tage, an denen nicht alles glatt lief. Aber ganz ehrlich: Genau solche Geschichten bleiben hängen. Nicht wegen Perfektion, sondern wegen Persönlichkeit.
Und vielleicht ist das auch eine ganz gute Erinnerung daran, dass nicht jeder schiefe Moment gleich ein Problem ist. Manchmal ist er einfach nur eine ziemlich gute Anekdote für später.
Wann konntest du das letzte Mal richtig herzlich über dich selbst lachen?
Über den Autor
Als erfahrener Brand Designer, Webdesigner und zertifizierter Webflow Expert betreue ich schon seit vielen Jahren Kund:innen aus verschiedensten Branchen und verhelfe ihnen durch herausragendes Design zu mehr Marktanteilen.

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