Plötzlich weg. Und dann doch wieder da.

Wenn ein Kunde plötzlich zum Wackelkandidaten wird
Es gibt diese Momente im Business, die suchst du dir nicht aus. Sie stehen nicht im Kalender, sie schicken keine freundliche Vorwarnung und sie fragen auch nicht, ob’s gerade passt. Sie sind einfach da.
So war es bei mir mit meinem umsatzstärksten Kunden.
Seit 2021 haben wir gemeinsam über 30 Projekte umgesetzt. Kleine, große, schnelle, komplexe. Ein SaaS-Unternehmen, das damals noch ein Startup war und sich über die Jahre zu einem etablierten Unternehmen entwickelt hat. Und ich durfte diesen Weg mitgestalten – mit Strategie, Gestaltung und digitaler Umsetzung. Genau diese Mischung aus Brand Design, Webdesign und sauberer Entwicklung macht für mich gute Zusammenarbeit aus.
Mit der Zeit wurde diese Kund:innenbeziehung zu einem echten Fundament für mein Business. Verlässlich. Eingespielt. Vertrauensvoll.
Und dann kam die Übernahme.
Neue Strukturen, neue Realität
Mit der Übernahme kamen neue Prozesse, neue Zuständigkeiten und dieses berühmte „Wir sortieren uns gerade mal neu“. Klingt erst mal harmlos. Ist es aber nur so mittel.
Denn auf einmal lag die Zusammenarbeit auf Eis.
Nicht, weil die Arbeit schlecht war. Nicht, weil die Chemie nicht mehr gestimmt hätte. Sondern weil sich Systeme verändert haben. Und wenn sich Systeme verändern, wackeln manchmal auch gute, lang gewachsene Beziehungen. Business ist eben kein Wunschkonzert. Eher manchmal ein Remix mit leicht zu viel Bass.
Klar hat mich das verunsichert. Wäre auch schräg, wenn nicht.
Gerade wenn du als Webdesigner, als Design Freelancer oder mit Fokus auf Webflow arbeitest, kennst du das vielleicht: Ein großer Kunde fühlt sich irgendwann sicher an. Fast schon gesetzt. Und genau da liegt die Krux.
Sicherheit ist gut. Abhängigkeit eher nicht.
Rückblickend war die Situation für mich vor allem eins: ein ziemlich ehrlicher Reality-Check.
Denn so schön ein großer, treuer Kunde auch ist – wenn zu viel an einer Zusammenarbeit hängt, wird’s irgendwann eng. Nicht finanziell sofort. Aber im Kopf. Im Gefühl. In der Frage, wie stabil das eigene Business wirklich aufgestellt ist.
Ich musste mir also eine ziemlich direkte Frage stellen: Wie unabhängig bin ich eigentlich wirklich?
Die Antwort war nicht unangenehm, aber klar. Da war Luft nach oben.
Also habe ich nicht lange in der Unsicherheit gebadet. Stehenbleiben war keine Option. Ich habe mich neu sortiert, Gespräche geführt, sichtbar weitergemacht und neue Projekte an Land gezogen. Genau dieses Dranbleiben hat die Lücke schneller geschlossen, als ich anfangs gedacht hätte.
Und ja, solche Phasen erinnern mich immer wieder daran, wie wichtig eine klare Positionierung ist. Nicht nur irgendein Angebot haben, sondern ein Profil. Für mich heißt das: Marken und Websites entwickeln, die nicht nur hübsch aussehen, sondern strategisch tragen. Also genau das, was ich auf meiner Seite zu meinen Leistungen auch beschreibe.
Warum Sichtbarkeit in solchen Momenten Gold wert ist
Was mir in dieser Phase besonders geholfen hat, war nicht nur mein Netzwerk. Es war auch Sichtbarkeit.
Wenn du regelmäßig zeigst, wie du denkst, wie du arbeitest und wofür du stehst, dann wirkt das langfristig. Nicht immer laut. Nicht immer sofort. Aber zuverlässig. Ein guter Artikel, ein ehrlicher LinkedIn-Post oder ein klarer Projektauftritt können im richtigen Moment genau den Unterschied machen.
Deshalb bin ich so überzeugt davon, Expertise nicht nur in Kund:innenprojekten zu verstecken. Sie darf sichtbar sein. Sie sollte sichtbar sein.
Für mich gehört dazu übrigens auch, Inhalte so aufzubauen, dass sie nicht nur gelesen, sondern auch gefunden werden. Gute Inhalte, gute Struktur, gute Verlinkung – ohne SEO-Zirkus, aber mit Sinn und Verstand. Wer sich tiefer mit Themen wie Markenführung beschäftigen will, findet im Glossar zum Beispiel auch eine passende Einordnung zu Brand Design, Webdesigner oder Brand Guidelines.
Und dann kam der schönste Plot Twist
Heute freue ich mich umso mehr: Wir arbeiten wieder zusammen.
Nur unter neuer Flagge. Mit vertrauten Gesichtern und neuen Kontakten, die frischen Wind reinbringen. Und genau das macht gerade richtig Spaß.
Die kommenden Monate sind schon wieder voller spannender Themen – von Messe bis Website-Update. Also alles dabei, was mein Herz als Gestalter und Strategiedenker ein kleines bisschen schneller schlagen lässt.
Der große Unterschied zu früher? Ich schaue heute anders auf diese Zusammenarbeit.
Nicht aus dem Gefühl heraus, dass alles an diesem einen Kunden hängt. Sondern aus einer stabileren, gesünderen Perspektive. Ich freue mich über die Projekte, über das Vertrauen und über die Weiterentwicklung. Aber ich weiß auch: Mein Business steht heute breiter.
Und das ist ein verdammt gutes Gefühl.
Was ich aus der Sache mitnehme
Manche Phasen sind erst im Rückblick nützlich. Währenddessen nerven sie einfach.
Diese hier hat mir aber sehr klar gezeigt, was wichtig ist:
Ein starkes Business braucht mehr als einen starken Kunden.
Es braucht Sichtbarkeit.
Es braucht Positionierung.
Es braucht Bewegung.
Und manchmal auch den Mut, eine unsichere Phase nicht gleich als Niederlage zu lesen.
Gerade für Startups und wachsende Unternehmen ist Veränderung normal. Deshalb finde ich es auch so wichtig, Marken und Websites so aufzubauen, dass sie mitwachsen können. Wer dazu mehr lesen will, findet auf meiner Seite zu Startups noch mehr Gedanken rund um Webdesign für Startups, Entwicklung und skalierbare Markenauftritte.
Mein Fazit: Wegbrechen heißt nicht scheitern
Wenn dir ein wichtiger Kunde wegbricht, fühlt sich das erst mal nicht nach Chance an. Eher nach Magenziehen und Fragezeichen. Verstehe ich.
Aber manchmal steckt genau darin der Schubs, den du gebraucht hast.
Nicht romantisch. Nicht bequem. Aber wirksam.
Für mich war diese Erfahrung ein Reminder, mein Business nicht auf Gewohnheit aufzubauen, sondern auf ein echtes Fundament. Auf gute Arbeit, klare Kommunikation, starke Positionierung und Beziehungen, die auch Wandel aushalten.
Und ganz ehrlich: Dass wir heute wieder zusammenarbeiten, freut mich riesig. Nicht trotz der Pause. Sondern auch, weil diese Pause mir gezeigt hat, dass ich weitergehen kann – und dass gute Zusammenarbeit manchmal einfach ein neues Kapitel braucht.
Mehr von meiner Arbeitsweise findest du übrigens in meiner Story oder in ausgewählten Projekten. Da sieht man ziemlich gut, wie ich Marken, Websites und digitale Erlebnisse denke. Mit Struktur, mit Herzblut – und ohne unnötiges Design-Gedöns.
Über den Autor
Als erfahrener Brand Designer, Webdesigner und zertifizierter Webflow Expert betreue ich schon seit vielen Jahren Kund:innen aus verschiedensten Branchen und verhelfe ihnen durch herausragendes Design zu mehr Marktanteilen.

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Das Beste aus deinem Projekt machen? Geht nur gemeinsam.
Mein Ziel ist es, alles für dich und dein Projekt rauszuholen. Dabei ist es mir wichtig, dass wir persönlich, offen und auf Augenhöhe kommunizieren. Also lass uns doch einfach mal kennenlernen und sehen, ob die Chemie stimmt.



